petrolhead vs. electric-vehicle-fan

Stimmt es wirklich? Kann ein Elektroauto mit der Raffinerie-Prozess-Energie genauso weit fahren wie ein Benziner mit dem Endprodukt der Raffinerie, dem Benzin? Diese Frage haben wir heute in unserer whatsapp Elektro Stammtisch Gruppe kontrovers diskutiert.

Vor ca. 6 Monaten habe ich das folgende Video zum ersten Mal gesehen. Mit den Zahlen zum Stromverbrauch von Raffinerien, die letzmalig 2005 von der EU veröffentlicht wurden, hatte ich mir damals ausgerechnet, das ein Liter Benzin ca. 1,8 kWh an Energie benötigt um raffineriert zu werden. Es war eine aufwendige Rechnung mit vielen möglichen Fehlerquellen. Laut http://spritmonitor.de ist der Durchschnittsverbrauch für ein Fahrzeug der Golf Klasse 7,5 Liter pro 100km. Nach Adam Riese und Eva Zwerg werden also zusätzlich zum Sprit ca. 13,5kWh Strom benötigt um ein solches fossiles Fahrzeug anzutreiben. Nur mit dem Strom alleine kann ich mit dem Nissan Leaf, wenn auch langsam, ebenfalls 100 Kilometer rein elektrisch zurücklegen. Darauf hin habe ich den blauen Aufkleber an meinem Auto in Auftrag gegeben und angebracht. Dies war meine erste Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Heute habe ich aufgrund einer hitzigen Diskussion nun eine weitere Berechnungsvorschrift ins Rennen geworfen, die auch von dem Otto-Normal-Versteher nachgerechnet werden kann. Ohne 12 Nullen und so. Dann wurden aber 100%tige, Nörgler, Lobbyisten und Petrolheads wach und ich musste Rede und Antwort stehen, da man die Zahlen doch sehr weitläufig interpretieren kann, wie das Beispiel weiter unten zeigt.

Die Fakten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Erdölraffinerie

https://de.wikipedia.org/wiki/Energie

Die Zahlen:

Heizwert Benzin: 7,99-8,99kWh/Liter

Eigenverbrauch Raffinerie je nach Weiterverarbeitungsgrad 4-10%

Mengenanteil Benzin 24%

Die Berechnung des petrolhead:

Der petrolhead argumentiert, das die 24% Benzinanteil am output der Raffinerie keine Rolle spielt, da es ja nur das Verhältnis der Endprodukte ist. Deswegen werde ja die Eigenverbrauchsenergie pro Masseanteil nicht weniger.

Also 7,99kWh/Liter * 4% Eigenverbrauch = 0,31kWh/Liter Raffinerie-Prozess-Energie

Die Berechnung des ev-fan:

Der ev-fan argumentiert, das die 24% Benzinanteil sehr wohl eine Rolle spielt, da ja um einen Liter Benzin zu erhalten 4,17 Liter Rohöl verarbeitet werden müssen.

Also 8,99kWh/Liter * 10% Eigenverbrauch / 24% Mengenanteil = 3,75 kWh/Liter Raffinerie-Prozess-Energie

Die Bewertung:

Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Rechenweg um den Faktor 12 (in Worten: zwölf). Wer Recht hat will ich hier gar nicht ausdiskutieren. Ich sage nur: Glaubt bitte keiner Statistik die Ihr nicht selber gefälscht habt.

Ein Mathematiker würde vielleicht den Mittelwert bilden und so die Raffinerie-Prozess-Energie mit 2,03 kWh/Liter abschätzen, womit ein elektrische Fahrzeug der Golf Klasse dann rechnerische 15,2kWh für 100km zur Verfügung hätte, um nur mit der Raffinerie-Prozess-Energie zu fahren. Der Mathematiker würde aber nicht verschweigen, das die Standardabweichung mit 1,72kWh/Liter sehr hoch ist.

Mein Resümee:

Persönlich schließe ich mich den Ergebnissen des Instituts für angewandte eMobilität an.

http://institut.chayns.net/aboutus

Deren Webseite übrigens äußersten interessant ist und von denen ich ganz frech folgendes Zitat kopiert habe:

„Über den Daumen“ lässt sich aber sagen, dass die Herstellung von Treibstoff für 100 km Strecke genauso viel Strom benötigt, wie ein vergleichbares Elektroauto für die gleiche Distanz verbraucht.

Und natürlich Kapitän Blaubär, denn der hat immer Recht:

Die Schlussfolgerung:

Warum ist mir die Klärung dieser Frage einen Blog wert? Ganz einfach: Bei jeder Gelegenheit versucht die Öl-Lobby die Verbraucher einzuschüchtern und fragt: „Wo soll der ganze Strom für die elektrischen Autos denn herkommen?“ Die richtige Antwort ist erschreckend: Wir werden mit Elektro Autos weniger Strom verbrauchen als ohne!!!

Wieso denn das nun wieder?

Ich habe in diesem Blog drei unabhängige Quellen aufgezeigt, die die Eingangs aufgestellte Behauptung belegen. „Kann ein Elektroauto mit der Raffinerie-Prozess-Energie genauso weit fahren wie ein Benziner mit dem Endprodukt der Raffinerie, dem Benzin?“ Ja es kann!

Zitat des Instituts für angewandte eMobilität:

„Um das Erdöl aus der Erde zu bekommen und zur Raffinerie zu transportieren, muss ebenfalls sehr viel fossile Energie aufgewendet werden. Von der Raffinerie „in den Tank“ dann auch noch mal.“ 

Somit braucht ein Fossilauto mehr (Kohle/Atom-) Strom als ein E-Auto….

Und da muss ich (mal wieder) meinen Hut ziehen vor Elon Musk dem Gründer von Tesla Motors. Er sagt frei übersetzt:

„Wir hätten genug Elektrizität für elektrische Autos, wenn wir einfach aufhören würden Öl zu raffinieren.“

Die Industrie und die Politik weiß das und zittert. Wir zahlen jede Menge Steuern, Abgaben, Umlagen und Entgelte auf Öl und Strom, das weiß jeder. Was die wenigsten wissen ist, das man heute seinen eigenen Strom inklusive Speicher und allem drum und dran schon für 9 Cent / kWh selber herstellen kann. Die Leid tragenden sind die Politik, die Netz Betreiber, die Kraftwerks Betreiber und die Auto und Zulieferer Industrie, kurz die Lobbyisten. Die Umwelt, die eigene Gesundheit und den eigenen Geldbeutel freuts.

just my 2 cents

P.S.: Und wenn wir die Elektro-Auto-Batterien endlich als Speicher nutzen würden, könnten wir das Süd-Link Projekt auch gleich noch beerdigen. Eine neue Strom Trasse braucht dann niemand mehr. Stichwort „bi-direktionales Laden“.

(Ergänzung 12.10.2017) P.P.S.: Mittlerweile habe ich Quelle 4 + 5 zusammengetragen. Kurtl Sigl vom Bundesverband eMobilität (BEM) gibt den Strom Bedarf in seinen Reden mit 1,2kWh pro Liter Raffinat an:

In diesem Video von JP Performance ist von 1,4kWh die Rede:

offener Brief an Gemeinden und Politiker des Chattengau

Sehr geehrte Bürgermeister-innen, sehr geehrte Lokalpolitiker-innen,
gerade zurückgekehrt von der bedeutendsten rollenden E-Mobil-Veranstaltung der Welt zur Förderung der E-Mobilität (wavetrophy 2017), bringen wir jede Menge Eindrücke und Lösungen mit in unsere Heimat, die wir gerne weitergeben würden.

Wir konnten 30 Tonnen schwere Müll LKW bestaunen, die anstelle von 100 Liter Diesel und jeder Menge Lärm nur knapp über 100 kWh Strom benötigen und flüsterleise sind. Über unser Netzwerk wurden wir von den ersten landwirtschaftlichen Solar Robotern (http://www.ecorobotix.com/de/) informiert, die demnächst in Serie gehen. Die bekannten Dörfer Zermatt und Gstaad sind komplett Verbrennungsmotoren frei, nur so wird die hohe Lebensqualität erreicht. Können Sie sich vorstellen an der Hauptstraße zu sitzen und sich zu unterhalten, während der Verkehr fließt? Wir haben es erlebt.

Wir möchten den Kindern und deren Kindern eine saubere Natur und Umwelt überlassen. Uns interessiert daher, was in Ihrer Gemeinde zum Thema Förderung der E-Mobilität getan wird. Haben Sie eigene Ladesäulen, sind diese barrierefrei? Wie viele gibt es davon?

Ein weiteres Thema, welches uns am Herzen liegt, ist die moderne Agrar Industrie. In unserem 700 Seelen Dorf werden jährlich mehr als 200.000 Liter Diesel verbrannt, um Felder zu bewirtschaften. Wir sehen hier bei uns Giftfässer vorbei fahren, die auf Grund Ihrer Größe noch vor 5 Jahren jedem Güllefass zur Ehre gereicht hätten!

Können Sie uns sagen wer uns informieren kann ob in Ihrer Gemeinde Gewässer/Gräben auf Rückstände von Ackergiften überprüft werden? Wer kennt die Messwerte, sofern sie existieren? In meinem eigenen Urin befanden sich im Jahr 2016, laut akkreditierter Analyse, bereits 20 mal so viel Glyphosat wie im deutschen Trinkwasser erlaubt ist!

Wir gehen mit unseren Fragen und auch mit Ihren Antworten an die Öffentlichkeit. Wir wollen informieren und nicht demonstrieren. Im Gegenzug bieten wir an, unsere Erfahrungen, Eindrücke und Informationen zu teilen.

Mit freundlichen Grüßen
(eigenhändige Unterschrift)

Wave 2017, Zitate

Prof. Dr. Konrad Wegener, Präsident ETH Zürich

Die Chance, das der Klimawandel nicht Menschen gemacht ist, ist wie 2 x 6 Richtige im Lotto hintereinander.

Johann Hammerschmid, CEO Johammer:

Wenn man sich mal kritisch in eine Stadt stellt und sich das anschaut welchen Stellenwert wir dem Automobil einräumen, das ist wiederlich, das ist Menschen unwürdig, das ist kein schöner Lebensraum. Das Fahrzeug ist — und Mobilität ist ein Grundbedürfnis und das halte ich persönlich ganz ganz hoch. Aber, aber nicht in dieser, es ist eine dumme Art und Weise wie wir das machen, laut es stinkt es braucht viel Platz und alle tun  so als wenn Sie alleine auf der Welt wären und — und das ewig so dahin gehen könnte. Es ist doch ein Wahnsinn. Schaut euch die Städte an, das ist kein schöner Lebensraum.

Peter Simon, Team Raumgleiter

E-Mobilität ist für mich die Befreiung von auf doktrierten Mobilität, die mit Treibstoffen aus Krisengebieten stammen, das will ich nicht mehr und fahren mit der Sonne, die man in der Batterie speichern kann und jederzeit losfahren kann. Das ist das Größte die Unabhängigkeit, hat ein bisschen rebellisches an sich.

Louis Palmer, Tour Director:

— zeigen das man die Schönheit dieser Natur der Schweiz genießen kann ohne das man Abgase ausstoßen muss —

Fredi Durot, Support E-Truck

Für mich persönlich ist Elektro Mobilität ein sehr wichtiger Punkt für unsere Zukunft, es geht darum, das wir schonend mit unseren Resourcen umgehen und unseren Energieverbrauch drastisch senken können, damit auch unsere Kinder irgendwann noch was von dieser schönen Natur haben können.

Bianca Schäfer, privat Team „Schäfer 1“

Das ist die Zukunft, das ist die Zukunft von uns Kindern, die an uns liegt, das wir die gestalten und klar es liegt mit an den Erwachsenen aber es ist hauptsächlich unsere Zukunft, die wir gestalten müssen und ich finde das bringt die WAVE ganz gut rüber.

Lars Valentin, privat Team „nature“ und Ersteller dieses Blogs:

Also mich hat es total emotional bewegt, schon die ganze WAVE, es ist kein Tag vergangen wo bei mir nicht Freudentränen geflossen sind, weil wir einfach zeigen dürfen wie es in Zukunft läuft!

2 Tage nach der WAVE 2017

Wir möchten für uns die WAVE 2017 abschließen und unseren letzen Blog Eintrag veröffentlichen. Sehr anstrengende 900km  von der WAVE zu unserem Urlaubs Ort in Niederösterreich liegen hinter uns, dabei haben wir schon einen Teil der möglichen Österreich WAVE 2018 zurückgelegt.

Wir haben in unserer Unterkunft jetzt wieder WLAN und wir wollen all diejenigen ehren die auch einen Preis verdient hätten, die privaten Teams. Nebenbei überarbeiten wir unseren Blog nochmal und ergänzen die schönsten Bilder und die offiziellen Videos. Auf gehts, zur

alternative Siegerehrung

Wer hat uns am meisten beeindruckt:

Team 21, „Eco belebt“, Beat Strickler

Das schnellste e-bike was wir je gesehen haben. Fährt bei den Film Terminen wie der Wirbelwind mit den Autos um die Wette. Immer freundlich, immer nett.

Wer hat die tiefgründigsten Gespräche geführt:

Team 31, „Framo“, Raphael und Finja

In Luzern an der Messe haben wir uns wirklich sehr lange und super nett unterhalten. Einen ganz herzlichen Dank dafür.

Wem gebührt unser größter Respekt?

Team 44, „ACS“, Bernhard & Katarin & Christoph Treitl

Mit dem kleinen Wirbelwind Christoph auf der WAVE. Perfekt ausgestattet mit kleinem Kind. Wie schafft Ihr das? Die halbe WAVE benutzt den mobilen WLAN Router der Treitls zum bloggen. Super netter Kontakt  und direkt eine Einladung zum Grillen nach der WAVE. Wir kommen Samstag nach St. Pölten. Versprochen!

Wer hat die weiteste Anreise und das coolste Outfit:

Team 61, „Marocco“ Supercop & Samira Arjdal

Mit dem Twike von Marocco zur WAVE und dann so ein geiles Outfit. Respekt!

Wer hat uns die größte Freude bereitet:

Team 92, „Amazing Speedster“ Christian von Hösslin & Edgar Sensen“

Die Fahrt im Porsche 356 mit Edgar wird die Anja den Rest Ihres Lebens wohl nicht vergessen. Sie schwärmt immer noch. Danke dafür!

Wer waren die ersten WAVE Teilnehmer die wir trafen:

Team 96, „Durable Dutch“, Gertjan Van Bers & Harm Otten

Gleich ein Volltreffer, kaum in der Schweiz angekommen, am ersten Ladepunkt, trafen wir die beiden sympatischen Holländer und kamen sofort ins Gespräch. Dabei stellten wir überrascht fest, das wir in der gleichen Gruppe sind. Unser erster Eindruck hat sich voll bestätigt, zwei super nette Typen stehts freundlich und hilfsbereit.

Wer kauft sich nach der WAVE ein e-Auto?

Ream 100, „Elbe-Weser-Dreieck“, Ulrike Zachmann & Heino Kathmann

Frisch und unbedarft am Start. Ohne Elektro Mobilitäts Erfahrung machen Sie Sich mutig auf den Weg, um an der WAVE im geliehenen Renault ZOE teilzunehmen. Respekt! Ein super sympatisches Paar und nun überzeugter Elektro-Mobilist. Vielleicht sehen wir uns in Kürze in Sehnde beim Stammtisch mit der neuen eigenen ZOE. Zum Abschied gabs von uns ein kleines Geschenk fürs neue Auto. Viel Spaß damit wünschen wir euch.

Wer ist das hilfsbereiteste nicht Support Team und der größte Pechvogel?

Team 120, „Dorstener Arbeit eT3“, Stephan Thiemann & Michael Prinz

Vom Pech verfolgt bestreitet das eT3 Team mit einem defekten Motor die WAVE. Mit allen erdenklichen Tricks überreden Sie Ihr Fahrzeug zum Fahren. Andere Teams profitieren von Ihrem reichhaltigen Erfahrungs Schatz mehrerer WAVE Teilnahmen. Doch alle Erfahrung ist nichts wert wenn 30km vor dem Ziel auch der zweite Motor den Geist auf gibt. Wir konnten uns leider nicht mehr von Euch verabschieden, deshalb noch einen lieben Gruß und ein fettes Danke Schön für alles.

Wer ist das beste Support Team?

Support Team 2, Peter Schwan & Michael Wissbach

Für uns keine Frage und super eindeutig mit großem Abstand gewinnen Peter und Michael in dieser Kategorie. Extrem ruhige und nette Zeitgenossen, alle beide. Vielen Dank für eure Mühen mit der kompetenten Bereitstellung des nächtlichen Ladestroms und natürlich den tollen Gesprächen.

Vielen herzlichen Dank an unsere tolle Team Leaderin Mareen, von der wir noch ein schönes Video hier an dieser Stelle einstellen sobald es uns gelungen ist die Datei Größe auf unter 8 MB zu drücken.

<PLATZHALTER FÜR DAS VIDEO VON MAREEN>

Es verabschieden sich von der WAVE die Anja und der Lars. Es hat uns extrem viel Spaß gemacht. Wir freuen uns Euch alle kennengelernt zu haben und können nicht ausschließen, das wir uns nochmal auf einer WAVE treffen.

Danke für alles!

17.06.

Die vielleicht Ereignis reichste Woche meines Lebens geht zu Ende. Wir haben so unglaublich viele positive Emotionen erlebt, es ist nicht zu beschreiben. Wir versuchen heute im Laufe des Tages die Pausen zu nutzen, um von diesen positiv vibrations vielleicht die eine oder andere noch durch Bilder rüber zu bringen. Ansonsten bleibt uns nur das Resüme: Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und mir laufen schon wieder die Freudentränen.

Anja & Lars

Eben beim Aufstehen. Lars: „Ich möchte nur einmal im Urlaub schneller sein als du“ Anja: „Ja schneller müde 🙀“
In diesem Sinne, genießt auch noch den letzten Tag.

Dieses Jahr haben wir das erste Fahrzeug mit 1000km Reichweite dabei. Thomas mit seinem Twike. Er lädt nur bei Vollmond und Mittwochs. Nächstes Jahr haben wir bereits Fahrzeuge mit 2000km Reichweite.

Wir bereiten uns derweil angestrengt auf die Vierwaldstättersee Trophy vor.

und genießen kurz vor dem Start zur Trophy noch diesen tollen Ausblick in Küssnacht.

Wir fahren mal wieder durch den vielleicht schönsten Teil der Schweiz.

Ein Besuch bei Schweitzer Messer Hersteller Victorinox rundet den Tag ab. In Baar stellen wir unsere Fahrzeuge ein letztes Mal der Öffentlichkeit vor.

Noch schnell ein Eindruck vom Züricher See, bevor wir durchs Ziel rauschen.

Nach der Einfahrt durchs Ziel werden wir direkt zur Stadtführung abgeholt,

die uns zur Uni geleitet wo dieses wunderbare Photo von Zürich entsteht.

Kurz darauf sind wir wieder alle versammelt und warten auf die Siegerehrung und das gemeinsame Abendessen.

Geil wars!

Unser Tag im Video:

16.06.

Mit einem Besuch der Firma Meyer-Burger in Thun starten wir in den Tag.

Prof. Dr. Konrad Wegener hält einen exzellenten Vortrag.

Hier nur ein winziger Ausschnitt daraus.

Und wieder wurden wir begrüßt wie Könige, richtig wertvolle Gastgeschenke gabs auch noch, einen herzlichen Dank an die Firma Meyer-Burger.

Anschließend machen wir einen Stop auf der Bern Expo. Als einziges privates Fahrzeug dürfen wir ein fahren denn wir liefern den Strom um den Torbogen auf zu pumpen. Darauf sind wir besonders stolz.

We move the world

Nach der Expo starten wir zu Entlebuch Trophy, hier haben wir natürlich Zeit Probleme, da wir als letztes Fahrzeug gestartet sind. Aber das macht nichts, wir genießen die wunderbare Strecke der Grandtour de Switzerland. Beim unglaublich freundlichen Renault-Händler machen wir einen außerplanmäßigen Zwischenstopp zum Laden. Wir erfreuen uns großem Interesse und mit Begeisterung erklären wir die Elektromobilität.

Dann heißt es einfach nur noch genießen wir fahren durch die vielleicht schönste Landschaft der Schweiz

Hoch oben bei den Windrädern werden wir von den Kindern empfangen und dürfen uns mit leckersten selbergemachten Kräutertees verköstigen und eindecken.

Noch einmal genießen wir die wirklich außergewöhnlich schöne Landschaft. An Himmel kreisen die Greifvögel.

Und so kommen wir ganz spät am Abend in Luzern an der Messe an, dort haben wir super Gespräche mit anderen Teilnehmern

und das setzt sich bis später in die Nacht im Hotel fort ein unglaublicher Tag wunderschön und wir sind fix und fertig.

Unser Tag im Video:

15.06.

Wir verlassen Yverdone und haben heute 200 Fahrkilometer mit fünf Terminen auf dem Programm. Wir fahren recht spät los und sollen recht früh in Interlaken ankommen. Wir sind vorbereitet und gespannt wie das klappt.

Auf Wiedersehen Yverdone

Unser erster stop ist touritischer Natur. Wir haben ca. 1 Stunde Zeit. Gruyères zu erkunden.

Es geht weiter nach Château d’oeux, dort finden wir diese herrliche Kirche.

Ein Dorf weiter auf unserem Weg nach Gstaad finden wir in der Dorfstr. in Saanen Bäckerei Oetterli / Fromage et Pain direkt am Parkhaus Ausgang eine Bäckerei. Hier gibt es die offizielle Snack Box der Grand Tour de Switzerland und mehr.

Heute ist ein Tag für die Teilnehmer der WAVE, wir genießen  unseren ersten richtigen Sight Seeing Tag. Wunderbare Stadtführungen in Gstaad und Thun runden den Tag ab. Wir versuchen die unglaubliche Flut an Eindrücken in Form einer Lawine an Photos weiter zu geben. Doch seht selbst.

Gstaad ist übrigens seit 20 Jahren verkehrsfrei, dafür wurde 30 Jahre lang gekämpft. Ein riesiges Lob gebührt der Bevölkerung die sehr hartnäckig dafür gekämpft hat. Die sehr hohe Lebensqualität ist Ihr Lohn. Übrigens sind 10% richtig wohlhabende, der Rest sind völlig normale Leute und man muss das Dorf auch nur wenige Meter verlassen um normale Preise in der Gastronomie zu bekommen.

Die Kirche von 1402 ist das älteste Gebäude des Dorfes und sollte dem Straßenbau weichen. Auch das wurde verhindert. Genauso wie der Hotelbau in den 70er Jahren verhindert wurde. Ein ganz dickes Lob an die Bevölkerung von Gstaad. Es ist ihr Werk, das heute nur noch traditionelle Häuser in Holzbauweise errichtet werden dürfen.

Von Gstaad geht es im Konvoi nach Thun an der Aare.

Thun ist die meist photografierte Stadt der Schweiz, hier seht ihr warum

Wer der Stadtführerin genau zugehört hat, gewinnt die Interlaken  Trophy. Erste Preis für Streckenführung und Photos! (Achtung fake news)

See you tomorrow.

Unser Tag im Video:

14.06.

Heute ist der zweite Tag der Wave wo wir den Fokus auf Schulen und Kinder setzen. Deshalb müssen wir besonders früh aufbrechen um niemanden warten zu lassen, insbesondere nicht die Kinder. Dafür tanken wir jetzt Energie.

Zermatt: 06:45 Uhr

Ganz Zermatt weint zum Abschied, nun müssen wir los.

09:30 erste stop in Sierre, Fahrzeug Konvoi und Vorstellung des Fahrzeugs vor Schülern.

Energica (all Electric)

Volksfeststimmung (mal wieder) und sehr viele Kinder. Wir haben einen Auftrag. Das freut mich sehr.

Die Energica zieht die Kinder magisch an.

Jeder stellt sein Fahrzeug vor:

Unsere holländischen Freunde vom Team „durable Dutch“ (Blog: durabledutch.tumblr.com Twitter: @durabledutch) haben mir abends noch dieses super Photo geschickt:

Dann geht es durch das wunderschöne Rhone Tal nach Aigle wo wir planmäßig um 13:00 ankommen. Wir genehmigen uns eine Pause von der WAVE und gastieren im Cafe, das wir per Zufall bei der Toiletten Suche entdeckt haben.

free WIFI zum bloggen und ein wirklich ausgezeichneter Salat bei chilliger Lounge Music laden zum Verweilen ein.

Nach einer wirklich außergewöhnlichen Mittagspause schlendern wir nochmal gemütlich über den Platz und brechen auf nach Yverdone.

In Yverdone nutze ich die Zeit zwischen den Gewitterschauern zum Vorführen des V2H (vehicle to Home) Systems. Dabei gebe ich der WAVE Filmcrew noch ein Interview.

Zahlreiche nette Gespräche im Verpflegungs Zelt runden den Tag ab. Danke an Yverdone für den super leckeren selbst gemachten Erdbeer Joghurt, die Käseauswahl und die restliche wirklich gute Verpflegung. 

Heute war für unsere Gruppe ein angenehmer und wichtiger Tag um unsere Message zu verkünden. Für morgen habe ich eine Roadmap vorbereitet. Ich befürchte das uns einer der anstrengendsten Tage bevor steht und ich möchte keinen Zeitdruck haben. Wir sind ja nicht zum Spaß hier, obwohl wir mächtig davon haben.

Unser Tag im Video:

13.06.

Unser Blog vom vierten Tag der WAVE. Heute haben wir den Tag mit dem strafesten Programm, deshalb gehts sofort los mit einem Blog gesendet aus dem  Fahrstuhl.

06:30 in Locarno:

Jetzt freue ich mich besonders, denn wir sind an einer Schule und dürfen Kindern alles zeigen. Toll, für mich der schönste und wichtigste Teil der WAVE.
Wir werden dabei den ganzen Tag vom Schweizer Fernsehen begleitet.

In Faido besuchen wir eine Schule. Seit. 1889 wird in Faido mit dem Wasserkraftwerk Strom erzeugt. Die Energieregion Goms ist beispielhaft hier in der Schweiz. Wir wurden informiert und durften informieren. Eine WIN WIN Situation.

1230 eröffnet der Gotthard Pass, heute gibt es hier den längsten Tunnel der Welt.

Wir fahren im Konvoi den historischen Gotthard Pass für Filmaufnahmen hinauf.

12:30 Gotthard Pass

In Andermatt warten 80 Schulkinder darauf von uns nach Hause gefahren zu werden. Die Kinder sind mit dem Zug angereist um werden von der Wave Trophy über den 2400 m hohen Furkapass nach Hause gebracht. Dabei haben die Kinder Gelegenheit sich selber einen Eindruck von modernen Elektrofahrzeugen zu verschaffen.

Leider haben wir beim briefing nicht richtig aufgepasst. Wir haben wohl überhört, das wir nach dem Gotthard noch über den Furka Pass müssen. Als wir das mitbekommen haben musste ich erst einmal meine Apps bemühen und den Batterie Ladezustand und die Höhenmeter eingeben. Nachdem ich mich vom ordnungsgemäßen Ladezustand der Batterie überzeugt hatte waren die Schüler schon mit den Teslas davon gebraust.

In unserem Nissan Leaf durfte dann der sehr nette Lehrer Raul mitfahren, wir haben ihn bis Bitch chauffiert und hoffentlich gut mit Informationen versorgt. Anja hat ihre Eindrücke der Elektromobilität geschildert während ich die technischen Dinge erläutert habe. Wir hoffen Raul hat es, trotz des zugegebenermaßen extrem niedrigen Ladezustandes unserer Batterie, gut gefallen.

Nach 500m Kriechgang auf der Passhöhe konnte das Fahrzeug bergab wieder durch Rekuperation so viel Energie zurück gewinnen wie wir für die nächsten 50km gebraucht haben. Selbst das Zuschalten der Klimaanlage war kein Problem.

Auf dem Flughafen in Ulrichen mussten wir unsere Fahrkünste im rückwärts Slalom fahren beweisen. Swiss TV war auch hier dabei und hat uns gefilmt.

Leider haben wir keine Zeit gehabt heute viele Fotos zu schießen. Die Kinder waren uns wichtiger.

Bei der Fa. Walker gab es um 16:00 unser Mittagessen. Wir bekommen ein sehr leckeres Raquelette mit Getränken serviert. Vielen herlichen Dank!
Um 20:15 dann Ankunft in Zermatt, Abendessen, briefing, Zeit zu bloggen.

Zermatt ist übrigens vollkommen autofrei. Hier fahren nur ein paar Elektro Taxis, keine parkenden Blechkisten, keine Abgase, fantastisch.

Morgen besuchen wir mit fünf Gruppen und ca. 120 Fahrzeugen diverse Schulen, darauf freue ich mich besonders. Nun ist es gleich Mitternacht und ich muss Schluss machen. 32 Grad im Schatten machen uns fertig.

Unser Tag im Video:

12.06.

St. Moritz 06:00 Uhr

Ihr erinnert euch: Wir haben unseren Wagen gestern komplett leer abgestellt. Normalerweise müssten wir heute erst einmal eine Tankstelle ⛽ suchen und auftanken. Das ist beim Elektro-Auto anders. Unser Wagen hat sich über Nacht selber vollgeladen. Ein einfacher blauer Campingstecker reicht. Wir laden hier bei der Trophy über Nacht an einem einzigen Drehstrom Anschluss 12 Fahrzeuge auf. Ein dickes Lob an die Support Crew. Wir nutzen die gewonnene Zeit jetzt stattdessen zum Frühstücken. 

St. Moritz 08:00 Uhr

Vorschau heute: Die ganze Trophy ist Darsteller in einer Film Produktion bei der Überfahrt über den Julier Pass nach Thusis. Hier kurz vor der Abfahrt in St. Moritz.

und oben am Pass vor dem Dreh

In Thusis ist ist wie schon so oft auf der WAVE Volksfeststimmung.

Heute im Rahmen der Veranstaltung wird der erste Schnelllader in Thusis eröffnet. Weiter so!

Wieder gibt es ein tolles Geschenk. Wir sind bei unserer Ankunft photografiert worden und diese Aufnahmen wurden während unseres Aufenthaltes entwickelt und uns als Andenken überreicht. Super Idee, DANKE!

Das Roadbook für heute Nachmittag: TO BELLINZONA AND LOCARNO FOLLOW GRAND TOUR OF SWITZERLAND das bedeutet Pässe wie den San Bernardino, spektakuläre Landschaften und die Viamala Schlucht. Dort, wo die Luft für die Verbrenner dünn wird, machen die Elektro Autos nochmal so viel Spaß. Wir lassen einfach die Bilder sprechen: (unsortiert) „noch“ 🙁

Die Abfahrt vom San Bernardino hatte Anja das unschlagbare Angebot im 356er Porsche mit zu fahren, das konnte Sie nicht ausschlagen. (selbstverständlich rein elektrisch) 

So hatte ich fast drei Stunden Zeit alleine nachzudenken. Wenn man beim Auto fahren den Vögeln beim zwitschern zuhören kann und frischen Tannenduft in der Nase hat kann man nichts falsch gemacht haben.  Ganz anders wird einem dagegen wenn man mit offenen Fenster hinter einem Bus herfahren muss. Dinge die ich mein ganzes Leben akzeptiert habe scheinen nun falsch zu sein. 

Abendessen in Locarno. Auch hier wieder vielen Dank für das nette Geschenk 🎁, das es zur Einfahrt auf die PIAZZA überreicht gab. Es freut und ehrt uns ungemein, wie unsere Veranstaltung auf der gesamten WAVETROPHY bisher geschätzt wurde. Vielen herzlichen Dank.

Wir genießen bei 32 Grad den Abend am See in Locarno. Ich verabschiede mich für heute. Auch nach den schönsten Tag muss mal geschlafen werden.

Unser Tag im Video: