E-Fahrzeug Routing + google live traffic + eigene POI in OsmAnd (OpenStreetMap für Android)

Als Vorbereitung auf die WAVE Austria 2018, „The world’s largest electric vehicle rally“,  wollte ich gerne die besten offline Karten auf meinem Android Telefon und wenn möglich auch auf dem Tablet installieren. Da ich seit vielen Jahren  für das OpenStreetMap Projekt karthographiere war klar, das es eine OpenStreetMap basierte Lösung sein musste. So entschied ich mich für OsmAnd. OpenStreetMap für Android, eine freie Offline mobile maps & navigation Lösung.

Meine Erkenntnisse aus diesem Projekt gab es als Vortrag auf Norddeutschlands größtem E-Mobil-Treffen. Gerne leite ich auch ein WorkShop bei Euch zum Thema.

Bei der ersten Benutzung bin ich durch die Suchmaschine meiner Wahl auf eine Datei gestoßen, die es ermöglicht das Routing an seine eigenen Bedürfnisse anzupassen. Lobenswerter Weise hat am 23. Juli 2018 ein Entwickler einen langen Kommentar hinzugefügt, den ich gelesen und sehr interessant fand. Das Erste was mir aufgefallen ist war die erste Zeile des routingProfiles mit dem Namen „car“ (Auto), dort steht maxDefaultSpeed=“130.0″.  Mmmmh, was wohl für Routen berechnet werden wenn ich dort sagen wir mal 97km/h als Höchstgeschwindigkeit eintrage?

Später, als ich schon ganz viele Modifikationen an der Datei vorgenommen hatte wurde mein Augenmerk auf die Möglichkeit gelenkt Live Traffic Daten von google über die offline Karten von OpenStreetMap zu blenden. Rund um das VW Werk bei uns in Baunatal sieht eine google Live Traffic Kachel z.B. so aus:

Bild anklicken für URL

Die Vorschau

So, jetzt wird es schwierig für mich, ich hoffe mir gelingt der Spagat. Einerseits möchte ich dem Laien eine einfache Möglichkeit bieten meine Lösung nachzuvollziehen, andererseits möchte ich dem Profi die Details nicht vorenthalten. Evtl. ist ja eine gute Idee für Routing 2.0 dabei. Anfangen möchte ich mit den Ergebnissen, Bilder sagen mehr als tausend Worte. Dann könnt Ihr entscheiden ob Ihr ca. 1 Stunde investieren wollt, oder ob Ihr es lasst.

Warum OpenStreetMap + google Life Traffic? Beides ist kostenlos und auch für das hinterste Ende der Welt verfügbar, OsmAnd sogar offline.

Weltweite Verkehrs live Daten Überblendung in der offline Navigation „osmand“

E-Fahrzeug konformes routing mittels angepassten Regeln unter Berücksichtigung der individuellen Reisegeschwindigkeit und des Strecken-Höhenprofiles. Im Bild: Routing zum Rastplatz Großenmoor. Man beachte die Autobahn Umfahrung bei Kirchheim, (Hessen, Deutschland, A7) wegen der Berge.

Routing unter Berücksichtigung des Strecken-Höhenprofiles

Routing um Metropolen herum durch angepasste Fahrzeiten für Ampeln, Kreisel und Abbiegevorgänge.

Routing um Kassel herum, wenn kürzeste Strecke (Kraftstoff sparende Route) ausgeschaltet ist.
Alternativ, dieselbe Route mit kürzeste Strecke aktiviert

Alternatives Routing ohne OsmAnd

Für diejenigen denen das hier schon jetzt alles viel zu technisch ist, oder die ein E-routing suchen welches die Stromtankstellen berücksichtigt empfehle ich die Web Seite von Michael. Ein wirklich überragendes Projekt:

http://krasm.de/ElectricPathfinder/

Alle anderen dürfen gerne weiterlesen.

Installation modifiziertes Routing

  • Dauer: wenige Minuten
  • Vorraussetzung: File-Manager zum Übertragen der modifizierten Datei
  • Schwierigkeitsgrad: mittel

Man muss eine von mir modifizierte Datei an einer bestimmten Stelle seines Android Gerätes speichern, das ist alles. Hört sich leicht an, ist es aber nicht unbedingt.

Die original Datei mit allen Erklärungen findet Ihr zum Ansehen hier: (routing.xml original).

  1. Ladet Euch meine modifizierte Datei 10.09.2018-routing.zip herunter und entpackt diese.
    (Mir ist es aus Sicherheitsgründen nicht gelungen die ungepackte Datei routing.xml hier einzustellen. Ich bitte das vielmals zu entschuldigen.)
  2. Kopiert die Datei routing.xml in das Verzeichnis wo OsmAnd seine Karten speichert. Das Verzeichnis heißt üblicherweise:
    Android/data/net.osmand.plus/files/“ oder
    „Android/data/net.osmand/files/“
    je nach Version von osmand und befindet sich auf der SD-Karte.
  3. Wenn Ihr nach dem Start von osmand bei den Navigationseinstellungen des Autos den Menüpunkt: „Höhendaten berücksichtigen“ seht, war die Installation erfolgreich.
Nachteile meiner Lösung: Bei aktivierten Höhenprofil braucht die Routing Engine mehr Rechenleistung. Ich habe es schon erlebt, das eine ca. 100km lange Strecke nicht oder nur sehr langsam berechnet werden konnte, das sollte aber die Ausnahme sein.

Installation google Live Traffic

  • Dauer: wenige Minuten
  • Schwierigkeitsgrad: schwierig

Man muss in OsmAnd eine overlay Karte definieren und diese aktivieren. Im Rahmen eines Workshops ist das vermutlich einfach. Zu Hause ohne menschliche Anleitung könnte das für ungeübte schwierig bis unmöglich werden, zumal in der Englisch sprachigen Anleitung ein Fehler in der URL ist. Um Tipp Arbeit zu sparen kopiert Euch bitte folgendes korrigiertes URL Template
http://mts0.google.com/vt/lyrs=s,traffic&x={1}&y={2}&z={0}&style=5
auf eurem Android Gerät und öffnet Euch die unten Verlinkten Anleitungen beide auf einem PC. Ihr könnt die URL dann einfach einfügen und müsst diese nicht tippen.

  1. Englische Text Anleitung: https://gfist.com/index.php/blog/37-osmand-google-traffic
  2. Video Anleitung ohne Sprache:
  3. Wenn Ihr eine Internetverbindung habt, sollten jetzt die Kacheln geladen werden. Achtung: Es gibt einen Schieber für die Transparenz der Kacheln. Steht dieser auf NULL seht Ihr die Kacheln nicht obwohl alles funktioniert.

Eigene POIs einbinden

Eigene Point Of Interest (Favoriten) einbinden geht sehr einfach.

Gefahrenhinweis: Ohne Spezialentnisse kriegt Ihr die mit der folgenden Methode eingebundenen Favoriten nicht wieder raus, es sein denn Ihr deinstalliert osmand und installiert es neu.

Wer Mitglied im http://drehstromnetz.de ist und über die .gpx Daten dieses privaten Netzwerkes verfügt kann diese oder jede andere .gpx Datei einbinden, also zum Beispiel auch alle von goingelectric.de exportierten Daten.

Und so gehts: beliebige .gpx Datei umbenennen in favourites.gpx und ab ins Kartenverzeichnis von osmand. Das wars, nun können beim Menüpunkt „Karte konfigurieren“ die Favoriten eingeblendet werden.

Details zum modifizierten Routing

Der Laie kann hier aufhören zu lesen, jetzt wirds technisch

(more to come)

Die letzte Generation Mensch ist geboren!

Warum die Menschen in 85 Jahren ausgestorben sein werden.

Der Globus im Titelbild ist mit Klarlack überzogen. Die Dicke der Lackschicht verhält sich zur Größe des Globus in etwa wie die Dicke der Erdatmosphäre zur Größe der Erde.

Ich schreibe das, damit leichter zu verstehen ist wie leichtfertig wir mit unseren „Feuerchen“ umgehen. Niemand würde in der geschlossenen Garage auf Kohle grillen und doch tun wir genau das seit vielen Jahren.

Aus Bohrkernen im ewigen Eis wissen wir, dass es in den letzten 750.000 Jahren nie mehr als 290 parts per million (ppm) Kohlendioxid (CO2) in der Erdatmosphäre gab. In den Kaltphasen der Eiszeiten waren es deutlich unter 200 ppm. Doch im Zuge der Industrialisierung stieg die Konzentration exponentiell. Jahr für Jahr kommen mittlerweile fast 3 ppm dazu.


Atmospheric CO2

Wissenschaftlicher Konsens ist: 1.5°C Erderwärmung entspricht ca. 425 ppm CO2. Wir erreichen diesen Punkt im Jahr 2023, also bereits in 5 Jahren!

https://www.co2.earth/2100-projections

Aber bereits bei einer Temperatur Erhöhung von nur 1.3°C stirbt 20-40% des Regenwaldes wie aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen. So weit dürften wir heute bereits sein.

Fate of the rainforest is ‚irreversible‘

Erreichen wir 3°C Erderwärmung stirbt 70% des Regenwaldes. Warum schreibe ich das? Vielleicht ist einigen nicht klar warum das wichtig ist. Wir Menschen atmen Sauerstoff ein und atmen Kohlendioxid aus. Pflanzen atmen Kohlendioxid ein und atmen Sauerstoff aus. Die Menschen leben also in Symbiose mit den Pflanzen. Wenn aber keine Pflanzen mehr da sind die Sauerstoff ausatmen, was passiert dann mit den Menschen? Richtig, der Mensch erstickt, so als würde er in der geschlossenen Garage auf Kohle grillen.

Leider finde ich das Video zu meiner nächsten Behauptung nicht mehr. Bitte schreibt es mir in den Kommentar wenn Ihr es findet. Was ich suche ist zu finden in einem Video über Biosphäre 2, vermutlich als Forschungsergebnis der Columbia University. Einstweilen nur ein sehr ähnliches Video wie das gesuchte:


Macht die Menschheit weiter wie bisher sind wir im Jahr 2100 bei 800 ppm CO2 angekommen, das ist unstrittig. Der Regenwald kollabiert aber bei diesem Wert von 800 ppm nahezu komplett und genau diese Information suche ich. Ich bin mir ziemlich sicher genau das in einem solchen Video gehört zu haben.

Dann ist Schluss, für alle!

<EDIT: (05.02.2018)> Ich gebe nicht auf, auch wenn mich die Suchmaschinen nicht mögen. Heute habe ich das gefunden (sec 13 ff.):

Und diesen Artikel des Science Magazine. Scheinbar habe ich mich doch nicht verhört, auch wenn ich den youtube Beitrag ums verrecken nicht wieder finde. </EDIT>

Forschungen dazu werden auch in diesem Reuters Artikel angekündigt.

Gedankenpause

Was können wir tun?

Wir müssen unsere Volksvertreter zwingen sich mit dem Thema auseinander zu setzen und schnell Lösungen zu verabschieden. Jeder einzelne von uns könnte auf Flugreisen und die in Mode kommenden Kreuzfahrten verzichten und sich mittels eines CO2 Rechners informieren. Persönlich habe ich gut ein halbes Duzent dieser Rechner durchgeklickt. Zwei möchte ich vorstellen, auch wenn ich bei beiden noch Verbesserungspotential sehe.

Am schnellsten zum Ergebnis kommt man wohl bei einem österreichischen C02 Rechner.

Toll gestaltet und sehr nachdenklich machend: Der CO2 Rechner von Brot für die Welt.

Übrigens, mein persönlicher ökologischer Fussabdruck liegt bei etwa 3,5 Tonnen C02 pro Jahr. Durch die Erzeugung regenerativer Energie vermeide ich aber auf der anderen Seite 903,6 Tonnen C02 jährlich. Damit dürfte ich einen komfortablen Vorsprung haben, der mich berechtigt den Mund aufzumachen. Macht auch Ihr den Mund auf und tut was, unabhängig von eurem eigenen Fussabdruck. Bitte!

Startpunkt:           www.co2.earth

<EDIT: (12.02.2018)> P.S.: Beim Lesen der neuesten Klima Katastrophen Berichte im Spiegel:  Meeresspiegel steigt immer schneller , musste ich an die am Deich des Jadebusens, seit des 15. Jahrhunderts, eingelassenen Sturmflut Markierungen denken. Ich war schon lange nicht mehr da, es sind aber viele Meter Unterschied in den letzten 500 Jahren. Sehr sehr erschreckend! </EDIT>

petrolhead vs. electric-vehicle-fan

Stimmt es wirklich? Kann ein Elektroauto mit der Raffinerie-Prozess-Energie genauso weit fahren wie ein Benziner mit dem Endprodukt der Raffinerie, dem Benzin? Diese Frage haben wir heute in unserer whatsapp Elektro Stammtisch Gruppe kontrovers diskutiert.

Vor ca. 6 Monaten habe ich das folgende Video zum ersten Mal gesehen. Mit den Zahlen zum Stromverbrauch von Raffinerien, die letzmalig 2005 von der EU veröffentlicht wurden, hatte ich mir damals ausgerechnet, das ein Liter Benzin ca. 1,8 kWh an Energie benötigt um raffineriert zu werden. Es war eine aufwendige Rechnung mit vielen möglichen Fehlerquellen. Laut http://spritmonitor.de ist der Durchschnittsverbrauch für ein Fahrzeug der Golf Klasse 7,5 Liter pro 100km. Nach Adam Riese und Eva Zwerg werden also zusätzlich zum Sprit ca. 13,5kWh Strom benötigt um ein solches fossiles Fahrzeug anzutreiben. Nur mit dem Strom alleine kann ich mit dem Nissan Leaf, wenn auch langsam, ebenfalls 100 Kilometer rein elektrisch zurücklegen. Darauf hin habe ich den blauen Aufkleber an meinem Auto in Auftrag gegeben und angebracht. Dies war meine erste Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Heute habe ich aufgrund einer hitzigen Diskussion nun eine weitere Berechnungsvorschrift ins Rennen geworfen, die auch von dem Otto-Normal-Versteher nachgerechnet werden kann. Ohne 12 Nullen und so. Dann wurden aber 100%tige, Nörgler, Lobbyisten und Petrolheads wach und ich musste Rede und Antwort stehen, da man die Zahlen doch sehr weitläufig interpretieren kann, wie das Beispiel weiter unten zeigt.

Die Fakten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Erdölraffinerie

https://de.wikipedia.org/wiki/Energie

Die Zahlen:

Heizwert Benzin: 7,99-8,99kWh/Liter

Eigenverbrauch Raffinerie je nach Weiterverarbeitungsgrad 4-10%

Mengenanteil Benzin 24%

Die Berechnung des petrolhead:

Der petrolhead argumentiert, das die 24% Benzinanteil am output der Raffinerie keine Rolle spielt, da es ja nur das Verhältnis der Endprodukte ist. Deswegen werde ja die Eigenverbrauchsenergie pro Masseanteil nicht weniger.

Also 7,99kWh/Liter * 4% Eigenverbrauch = 0,31kWh/Liter Raffinerie-Prozess-Energie

Die Berechnung des ev-fan:

Der ev-fan argumentiert, das die 24% Benzinanteil sehr wohl eine Rolle spielt, da ja um einen Liter Benzin zu erhalten 4,17 Liter Rohöl verarbeitet werden müssen.

Also 8,99kWh/Liter * 10% Eigenverbrauch / 24% Mengenanteil = 3,75 kWh/Liter Raffinerie-Prozess-Energie

Die Bewertung:

Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Rechenweg um den Faktor 12 (in Worten: zwölf). Wer Recht hat will ich hier gar nicht ausdiskutieren. Ich sage nur: Glaubt bitte keiner Statistik die Ihr nicht selber gefälscht habt.

Ein Mathematiker würde vielleicht den Mittelwert bilden und so die Raffinerie-Prozess-Energie mit 2,03 kWh/Liter abschätzen, womit ein elektrische Fahrzeug der Golf Klasse dann rechnerische 15,2kWh für 100km zur Verfügung hätte, um nur mit der Raffinerie-Prozess-Energie zu fahren. Der Mathematiker würde aber nicht verschweigen, das die Standardabweichung mit 1,72kWh/Liter sehr hoch ist.

Mein Resümee:

Persönlich schließe ich mich den Ergebnissen des Instituts für angewandte eMobilität an.

http://institut.chayns.net/aboutus

Deren Webseite übrigens äußersten interessant ist und von denen ich ganz frech folgendes Zitat kopiert habe:

„Über den Daumen“ lässt sich aber sagen, dass die Herstellung von Treibstoff für 100 km Strecke genauso viel Strom benötigt, wie ein vergleichbares Elektroauto für die gleiche Distanz verbraucht.

Und natürlich Kapitän Blaubär, denn der hat immer Recht:

Die Schlussfolgerung:

Warum ist mir die Klärung dieser Frage einen Blog wert? Ganz einfach: Bei jeder Gelegenheit versucht die Öl-Lobby die Verbraucher einzuschüchtern und fragt: „Wo soll der ganze Strom für die elektrischen Autos denn herkommen?“ Die richtige Antwort ist erschreckend: Wir werden mit Elektro Autos weniger Strom verbrauchen als ohne!!!

Wieso denn das nun wieder?

Ich habe in diesem Blog drei unabhängige Quellen aufgezeigt, die die Eingangs aufgestellte Behauptung belegen. „Kann ein Elektroauto mit der Raffinerie-Prozess-Energie genauso weit fahren wie ein Benziner mit dem Endprodukt der Raffinerie, dem Benzin?“ Ja es kann!

Zitat des Instituts für angewandte eMobilität:

„Um das Erdöl aus der Erde zu bekommen und zur Raffinerie zu transportieren, muss ebenfalls sehr viel fossile Energie aufgewendet werden. Von der Raffinerie „in den Tank“ dann auch noch mal.“ 

Somit braucht ein Fossilauto mehr (Kohle/Atom-) Strom als ein E-Auto….

Und da muss ich (mal wieder) meinen Hut ziehen vor Elon Musk dem Gründer von Tesla Motors. Er sagt frei übersetzt:

„Wir hätten genug Elektrizität für elektrische Autos, wenn wir einfach aufhören würden Öl zu raffinieren.“

Die Industrie und die Politik weiß das und zittert. Wir zahlen jede Menge Steuern, Abgaben, Umlagen und Entgelte auf Öl und Strom, das weiß jeder. Was die wenigsten wissen ist, das man heute seinen eigenen Strom inklusive Speicher und allem drum und dran schon für 9 Cent / kWh selber herstellen kann. Die Leid tragenden sind die Politik, die Netz Betreiber, die Kraftwerks Betreiber und die Auto und Zulieferer Industrie, kurz die Lobbyisten. Die Umwelt, die eigene Gesundheit und den eigenen Geldbeutel freuts.

just my 2 cents

P.S.: Und wenn wir die Elektro-Auto-Batterien endlich als Speicher nutzen würden, könnten wir das Süd-Link Projekt auch gleich noch beerdigen. Eine neue Strom Trasse braucht dann niemand mehr. Stichwort „bi-direktionales Laden“.

(Ergänzung 12.10.2017) P.P.S.: Mittlerweile habe ich Quelle 4 + 5 zusammengetragen. Kurtl Sigl vom Bundesverband eMobilität (BEM) gibt den Strom Bedarf in seinen Reden mit 1,2kWh pro Liter Raffinat an:

In diesem Video von JP Performance ist von 1,4kWh die Rede:

offener Brief an Gemeinden und Politiker des Chattengau

Sehr geehrte Bürgermeister-innen, sehr geehrte Lokalpolitiker-innen,
gerade zurückgekehrt von der bedeutendsten rollenden E-Mobil-Veranstaltung der Welt zur Förderung der E-Mobilität (wavetrophy 2017), bringen wir jede Menge Eindrücke und Lösungen mit in unsere Heimat, die wir gerne weitergeben würden.

Wir konnten 30 Tonnen schwere Müll LKW bestaunen, die anstelle von 100 Liter Diesel und jeder Menge Lärm nur knapp über 100 kWh Strom benötigen und flüsterleise sind. Über unser Netzwerk wurden wir von den ersten landwirtschaftlichen Solar Robotern (http://www.ecorobotix.com/de/) informiert, die demnächst in Serie gehen. Die bekannten Dörfer Zermatt und Gstaad sind komplett Verbrennungsmotoren frei, nur so wird die hohe Lebensqualität erreicht. Können Sie sich vorstellen an der Hauptstraße zu sitzen und sich zu unterhalten, während der Verkehr fließt? Wir haben es erlebt.

Wir möchten den Kindern und deren Kindern eine saubere Natur und Umwelt überlassen. Uns interessiert daher, was in Ihrer Gemeinde zum Thema Förderung der E-Mobilität getan wird. Haben Sie eigene Ladesäulen, sind diese barrierefrei? Wie viele gibt es davon?

Ein weiteres Thema, welches uns am Herzen liegt, ist die moderne Agrar Industrie. In unserem 700 Seelen Dorf werden jährlich mehr als 200.000 Liter Diesel verbrannt, um Felder zu bewirtschaften. Wir sehen hier bei uns Giftfässer vorbei fahren, die auf Grund Ihrer Größe noch vor 5 Jahren jedem Güllefass zur Ehre gereicht hätten!

Können Sie uns sagen wer uns informieren kann ob in Ihrer Gemeinde Gewässer/Gräben auf Rückstände von Ackergiften überprüft werden? Wer kennt die Messwerte, sofern sie existieren? In meinem eigenen Urin befanden sich im Jahr 2016, laut akkreditierter Analyse, bereits 20 mal so viel Glyphosat wie im deutschen Trinkwasser erlaubt ist!

Wir gehen mit unseren Fragen und auch mit Ihren Antworten an die Öffentlichkeit. Wir wollen informieren und nicht demonstrieren. Im Gegenzug bieten wir an, unsere Erfahrungen, Eindrücke und Informationen zu teilen.

Mit freundlichen Grüßen
(eigenhändige Unterschrift)

Wave 2017, Zitate

Prof. Dr. Konrad Wegener, Präsident ETH Zürich

Die Chance, das der Klimawandel nicht Menschen gemacht ist, ist wie 2 x 6 Richtige im Lotto hintereinander.

Johann Hammerschmid, CEO Johammer:

Wenn man sich mal kritisch in eine Stadt stellt und sich das anschaut welchen Stellenwert wir dem Automobil einräumen, das ist wiederlich, das ist Menschen unwürdig, das ist kein schöner Lebensraum. Das Fahrzeug ist — und Mobilität ist ein Grundbedürfnis und das halte ich persönlich ganz ganz hoch. Aber, aber nicht in dieser, es ist eine dumme Art und Weise wie wir das machen, laut es stinkt es braucht viel Platz und alle tun  so als wenn Sie alleine auf der Welt wären und — und das ewig so dahin gehen könnte. Es ist doch ein Wahnsinn. Schaut euch die Städte an, das ist kein schöner Lebensraum.

Peter Simon, Team Raumgleiter

E-Mobilität ist für mich die Befreiung von auf doktrierten Mobilität, die mit Treibstoffen aus Krisengebieten stammen, das will ich nicht mehr und fahren mit der Sonne, die man in der Batterie speichern kann und jederzeit losfahren kann. Das ist das Größte die Unabhängigkeit, hat ein bisschen rebellisches an sich.

Louis Palmer, Tour Director:

— zeigen das man die Schönheit dieser Natur der Schweiz genießen kann ohne das man Abgase ausstoßen muss —

Fredi Durot, Support E-Truck

Für mich persönlich ist Elektro Mobilität ein sehr wichtiger Punkt für unsere Zukunft, es geht darum, das wir schonend mit unseren Resourcen umgehen und unseren Energieverbrauch drastisch senken können, damit auch unsere Kinder irgendwann noch was von dieser schönen Natur haben können.

Bianca Schäfer, privat Team „Schäfer 1“

Das ist die Zukunft, das ist die Zukunft von uns Kindern, die an uns liegt, das wir die gestalten und klar es liegt mit an den Erwachsenen aber es ist hauptsächlich unsere Zukunft, die wir gestalten müssen und ich finde das bringt die WAVE ganz gut rüber.

Lars Valentin, privat Team „nature“ und Ersteller dieses Blogs:

Also mich hat es total emotional bewegt, schon die ganze WAVE, es ist kein Tag vergangen wo bei mir nicht Freudentränen geflossen sind, weil wir einfach zeigen dürfen wie es in Zukunft läuft!

2 Tage nach der WAVE 2017

Wir möchten für uns die WAVE 2017 abschließen und unseren letzen Blog Eintrag veröffentlichen. Sehr anstrengende 900km  von der WAVE zu unserem Urlaubs Ort in Niederösterreich liegen hinter uns, dabei haben wir schon einen Teil der möglichen Österreich WAVE 2018 zurückgelegt.

Wir haben in unserer Unterkunft jetzt wieder WLAN und wir wollen all diejenigen ehren die auch einen Preis verdient hätten, die privaten Teams. Nebenbei überarbeiten wir unseren Blog nochmal und ergänzen die schönsten Bilder und die offiziellen Videos. Auf gehts, zur

alternative Siegerehrung

Wer hat uns am meisten beeindruckt:

Team 21, „Eco belebt“, Beat Strickler

Das schnellste e-bike was wir je gesehen haben. Fährt bei den Film Terminen wie der Wirbelwind mit den Autos um die Wette. Immer freundlich, immer nett.

Wer hat die tiefgründigsten Gespräche geführt:

Team 31, „Framo“, Raphael und Finja

In Luzern an der Messe haben wir uns wirklich sehr lange und super nett unterhalten. Einen ganz herzlichen Dank dafür.

Wem gebührt unser größter Respekt?

Team 44, „ACS“, Bernhard & Katarin & Christoph Treitl

Mit dem kleinen Wirbelwind Christoph auf der WAVE. Perfekt ausgestattet mit kleinem Kind. Wie schafft Ihr das? Die halbe WAVE benutzt den mobilen WLAN Router der Treitls zum bloggen. Super netter Kontakt  und direkt eine Einladung zum Grillen nach der WAVE. Wir kommen Samstag nach St. Pölten. Versprochen!

Wer hat die weiteste Anreise und das coolste Outfit:

Team 61, „Marocco“ Supercop & Samira Arjdal

Mit dem Twike von Marocco zur WAVE und dann so ein geiles Outfit. Respekt!

Wer hat uns die größte Freude bereitet:

Team 92, „Amazing Speedster“ Christian von Hösslin & Edgar Sensen“

Die Fahrt im Porsche 356 mit Edgar wird die Anja den Rest Ihres Lebens wohl nicht vergessen. Sie schwärmt immer noch. Danke dafür!

Wer waren die ersten WAVE Teilnehmer die wir trafen:

Team 96, „Durable Dutch“, Gertjan Van Bers & Harm Otten

Gleich ein Volltreffer, kaum in der Schweiz angekommen, am ersten Ladepunkt, trafen wir die beiden sympatischen Holländer und kamen sofort ins Gespräch. Dabei stellten wir überrascht fest, das wir in der gleichen Gruppe sind. Unser erster Eindruck hat sich voll bestätigt, zwei super nette Typen stehts freundlich und hilfsbereit.

Wer kauft sich nach der WAVE ein e-Auto?

Ream 100, „Elbe-Weser-Dreieck“, Ulrike Zachmann & Heino Kathmann

Frisch und unbedarft am Start. Ohne Elektro Mobilitäts Erfahrung machen Sie Sich mutig auf den Weg, um an der WAVE im geliehenen Renault ZOE teilzunehmen. Respekt! Ein super sympatisches Paar und nun überzeugter Elektro-Mobilist. Vielleicht sehen wir uns in Kürze in Sehnde beim Stammtisch mit der neuen eigenen ZOE. Zum Abschied gabs von uns ein kleines Geschenk fürs neue Auto. Viel Spaß damit wünschen wir euch.

Wer ist das hilfsbereiteste nicht Support Team und der größte Pechvogel?

Team 120, „Dorstener Arbeit eT3“, Stephan Thiemann & Michael Prinz

Vom Pech verfolgt bestreitet das eT3 Team mit einem defekten Motor die WAVE. Mit allen erdenklichen Tricks überreden Sie Ihr Fahrzeug zum Fahren. Andere Teams profitieren von Ihrem reichhaltigen Erfahrungs Schatz mehrerer WAVE Teilnahmen. Doch alle Erfahrung ist nichts wert wenn 30km vor dem Ziel auch der zweite Motor den Geist auf gibt. Wir konnten uns leider nicht mehr von Euch verabschieden, deshalb noch einen lieben Gruß und ein fettes Danke Schön für alles.

Wer ist das beste Support Team?

Support Team 2, Peter Schwan & Michael Wissbach

Für uns keine Frage und super eindeutig mit großem Abstand gewinnen Peter und Michael in dieser Kategorie. Extrem ruhige und nette Zeitgenossen, alle beide. Vielen Dank für eure Mühen mit der kompetenten Bereitstellung des nächtlichen Ladestroms und natürlich den tollen Gesprächen.

Vielen herzlichen Dank an unsere tolle Team Leaderin Mareen, von der wir noch ein schönes Video hier an dieser Stelle einstellen sobald es uns gelungen ist die Datei Größe auf unter 8 MB zu drücken.

<PLATZHALTER FÜR DAS VIDEO VON MAREEN>

Es verabschieden sich von der WAVE die Anja und der Lars. Es hat uns extrem viel Spaß gemacht. Wir freuen uns Euch alle kennengelernt zu haben und können nicht ausschließen, das wir uns nochmal auf einer WAVE treffen.

Danke für alles!

17.06.

Die vielleicht Ereignis reichste Woche meines Lebens geht zu Ende. Wir haben so unglaublich viele positive Emotionen erlebt, es ist nicht zu beschreiben. Wir versuchen heute im Laufe des Tages die Pausen zu nutzen, um von diesen positiv vibrations vielleicht die eine oder andere noch durch Bilder rüber zu bringen. Ansonsten bleibt uns nur das Resüme: Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und mir laufen schon wieder die Freudentränen.

Anja & Lars

Eben beim Aufstehen. Lars: „Ich möchte nur einmal im Urlaub schneller sein als du“ Anja: „Ja schneller müde 🙀“
In diesem Sinne, genießt auch noch den letzten Tag.

Dieses Jahr haben wir das erste Fahrzeug mit 1000km Reichweite dabei. Thomas mit seinem Twike. Er lädt nur bei Vollmond und Mittwochs. Nächstes Jahr haben wir bereits Fahrzeuge mit 2000km Reichweite.

Wir bereiten uns derweil angestrengt auf die Vierwaldstättersee Trophy vor.

und genießen kurz vor dem Start zur Trophy noch diesen tollen Ausblick in Küssnacht.

Wir fahren mal wieder durch den vielleicht schönsten Teil der Schweiz.

Ein Besuch bei Schweitzer Messer Hersteller Victorinox rundet den Tag ab. In Baar stellen wir unsere Fahrzeuge ein letztes Mal der Öffentlichkeit vor.

Noch schnell ein Eindruck vom Züricher See, bevor wir durchs Ziel rauschen.

Nach der Einfahrt durchs Ziel werden wir direkt zur Stadtführung abgeholt,

die uns zur Uni geleitet wo dieses wunderbare Photo von Zürich entsteht.

Kurz darauf sind wir wieder alle versammelt und warten auf die Siegerehrung und das gemeinsame Abendessen.

Geil wars!

Unser Tag im Video:

16.06.

Mit einem Besuch der Firma Meyer-Burger in Thun starten wir in den Tag.

Prof. Dr. Konrad Wegener hält einen exzellenten Vortrag.

Hier nur ein winziger Ausschnitt daraus.

Und wieder wurden wir begrüßt wie Könige, richtig wertvolle Gastgeschenke gabs auch noch, einen herzlichen Dank an die Firma Meyer-Burger.

Anschließend machen wir einen Stop auf der Bern Expo. Als einziges privates Fahrzeug dürfen wir ein fahren denn wir liefern den Strom um den Torbogen auf zu pumpen. Darauf sind wir besonders stolz.

We move the world

Nach der Expo starten wir zu Entlebuch Trophy, hier haben wir natürlich Zeit Probleme, da wir als letztes Fahrzeug gestartet sind. Aber das macht nichts, wir genießen die wunderbare Strecke der Grandtour de Switzerland. Beim unglaublich freundlichen Renault-Händler machen wir einen außerplanmäßigen Zwischenstopp zum Laden. Wir erfreuen uns großem Interesse und mit Begeisterung erklären wir die Elektromobilität.

Dann heißt es einfach nur noch genießen wir fahren durch die vielleicht schönste Landschaft der Schweiz

Hoch oben bei den Windrädern werden wir von den Kindern empfangen und dürfen uns mit leckersten selbergemachten Kräutertees verköstigen und eindecken.

Noch einmal genießen wir die wirklich außergewöhnlich schöne Landschaft. An Himmel kreisen die Greifvögel.

Und so kommen wir ganz spät am Abend in Luzern an der Messe an, dort haben wir super Gespräche mit anderen Teilnehmern

und das setzt sich bis später in die Nacht im Hotel fort ein unglaublicher Tag wunderschön und wir sind fix und fertig.

Unser Tag im Video:

15.06.

Wir verlassen Yverdone und haben heute 200 Fahrkilometer mit fünf Terminen auf dem Programm. Wir fahren recht spät los und sollen recht früh in Interlaken ankommen. Wir sind vorbereitet und gespannt wie das klappt.

Auf Wiedersehen Yverdone

Unser erster stop ist touritischer Natur. Wir haben ca. 1 Stunde Zeit. Gruyères zu erkunden.

Es geht weiter nach Château d’oeux, dort finden wir diese herrliche Kirche.

Ein Dorf weiter auf unserem Weg nach Gstaad finden wir in der Dorfstr. in Saanen Bäckerei Oetterli / Fromage et Pain direkt am Parkhaus Ausgang eine Bäckerei. Hier gibt es die offizielle Snack Box der Grand Tour de Switzerland und mehr.

Heute ist ein Tag für die Teilnehmer der WAVE, wir genießen  unseren ersten richtigen Sight Seeing Tag. Wunderbare Stadtführungen in Gstaad und Thun runden den Tag ab. Wir versuchen die unglaubliche Flut an Eindrücken in Form einer Lawine an Photos weiter zu geben. Doch seht selbst.

Gstaad ist übrigens seit 20 Jahren verkehrsfrei, dafür wurde 30 Jahre lang gekämpft. Ein riesiges Lob gebührt der Bevölkerung die sehr hartnäckig dafür gekämpft hat. Die sehr hohe Lebensqualität ist Ihr Lohn. Übrigens sind 10% richtig wohlhabende, der Rest sind völlig normale Leute und man muss das Dorf auch nur wenige Meter verlassen um normale Preise in der Gastronomie zu bekommen.

Die Kirche von 1402 ist das älteste Gebäude des Dorfes und sollte dem Straßenbau weichen. Auch das wurde verhindert. Genauso wie der Hotelbau in den 70er Jahren verhindert wurde. Ein ganz dickes Lob an die Bevölkerung von Gstaad. Es ist ihr Werk, das heute nur noch traditionelle Häuser in Holzbauweise errichtet werden dürfen.

Von Gstaad geht es im Konvoi nach Thun an der Aare.

Thun ist die meist photografierte Stadt der Schweiz, hier seht ihr warum

Wer der Stadtführerin genau zugehört hat, gewinnt die Interlaken  Trophy. Erste Preis für Streckenführung und Photos! (Achtung fake news)

See you tomorrow.

Unser Tag im Video: